Die Veranstaltung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben!

Trans*Tagung 2020

Trans* zu sein ist und bleibt oft ein Kampf auf vielen Ebenen. Persönlich, politisch, familiär und gesellschaftlich. Aber es ist auch immer ein Kampf, den es sich zu kämpfen lohnt. Zum Abbau von Barrieren und für mehr Sichtbarkeit, Vernetzung und Informationsaustausch in diesen Kämpfen lädt TiN | Trans* in Niedersachsen dieses Jahr zur dritten niedersächsischen Trans*Tagung in die Landeshauptstadt Hannover ein. Wie schon in den Vorjahren wollen wir auf der dreitägigen Veranstaltung zusammenkommen, empowern und Wissen vervielfachen. Es erwarten euch Vorträge, Workshops und Diskussionen zu verschiedensten Themen, aber auch Raum um alte Bekannte wiederzutreffen, neue Kontakte zu knüpfen und Ideen, Meinungen und Möglichkeiten kennenzulernen.

Die Trans*Tagung richtet sich an alle interessierten trans* und abinären/nicht-binären Personen aus Niedersachsen und darüber hinaus. Auch Angehörige, Freund*innen und Interessierte sind herzlich Willkommen.

Die Tagung wird von TiN | Trans* in Niedersachsen in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover und der Volkshochschule Hannover organisiert und vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert.

Wann: 27.03.2020 – 29.03.2020

Wo: Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule
Burgstraße 14, 30159 Hannover

Kontakt: tin@q-nn.de

Die Veranstaltung ist rauch- und alkoholfrei.

Der Veranstaltungsort ist Barrierefrei.

Bitte gib bei der Anmeldung an, ob Du besondere Hilfsmittel (bspw. Übersetzung, DGS) oder eine Kinderbetreuung benötigst, damit wir diese bereitstellen können.

Die Anmeldegebühr beträgt je nach Selbsteinschätzung 30 bis 50 Euro. Es soll jedoch keine Person aus finanziellen Gründen ausgeschlossen sein. Wenn Du Dir die Teilnahme nicht leisten kannst, wende Dich an uns. Wir finden eine Lösung!

Die Teilnahmegebühr enthält das Tagungsprogramm sowie vegane Verpflegung vor Ort Samstag und Sonntag. Wasser, Tee und Kaffee stehen ebenfalls jederzeit zur Verfügung. Andere Getränke und Snacks können vor Ort erworben werden.

Es gibt mehrere Rückzugsmöglichkeiten.

Programm

Freitag, 27.03.2020

Schwedischer Originalton mit deutschen Untertiteln

Sebastian (Saga Becker) verliebt sich in Andreas (Iggy Malmborg). Und Andreas verliebt sich in Sebastian. Eine zärtliche, manchmal heftige Liebesgeschichte zwischen einem androgynen Jungen und einem anderen, der nicht schwul ist, beginnt. Zusammen rebellieren sie gegen die Langeweile der bürgerlichen Ikea-Welt. Sebastian besteht auf seinem Freiraum zwischen den Geschlechtern. Andreas will die Frau in Sebastian, die Ellie heißt und immer mehr Aufmerksamkeit verlangt. Etwas muss kaputt gehen – entweder die Beziehung von Andreas und Sebastian oder die Gesellschaft, die will, dass alle gleich sind.

Ester Martin Bergsmarks (SHE MALE SNAILS) erster Spielfilm entstand nach dem Roman „You Are the Roots that Sleep Beneath My Feet and Hold the Earth in Place“ des Co-Autors Eli Levén. SOMETHING MUST BREAK wurde beim Internationalen Filmfestival Rotterdam mit dem Tiger Award ausgezeichnet, beim Internationeln Filmfestival Göteborg erhielt Bergsmark das Mai-Zetterling-Stipendium.

Achtung: Darstellung von Selbstverletzendem Verhalten, Genitalien und Trans*feindlichkeit, Flashlights (kurz zu Beginn des Filmes)

Samstag, 28.03.2020

Vor Beginn der Veranstaltung finden die Anmeldung und die Eintragung für die Workshops des Tages statt.

Die Veranstalter*innen begrüßen die Teilnehmenden zu der Veranstaltung. Kurze Beiträge der Volkshochschule Hannover, der Landeshauptstadt Hannover und des Queeren Netzwerks Niedersachsens leiten die Tagung ein.

Im Open Space könnt ihr euch entspannen und vernetzen. An Ständen von Trans*Fabel und Neutralgrau Zine Distro sowie einem allgemeinen Tisch mit Infomaterialien könnt ihr nach Herzenslust stöbern.

Saal vorne

In diesem Workshop wird das Thema Transgeschlechtlichkeit in der Kunst behandelt. Wir betrachten Geschichte und Gegenwart der Darstellung von Transgeschlechtlichkeit in der Kunst, wie z.B. in autobiografischen Comics. Es folgt darauf ein Einblick in praktische Möglichkeiten, dieses Thema selbst künstlerisch umzusetzen. Für Anfänger*innen geeignet.

Achtung: Der Workshop thematisiert auch Trans*feindlichkeit und Dysphorie

Es referiert: Darcy Quinn
Darcy Quinn, queerfeministische Künstler*in mit einem B.A. in Geschlechterforschung, setzt in deren Arbeit das Zusammenspiel von politischem Aktivismus und künstlerischem Ausdruck in den Fokus. Quinn arbeitet seit Jahren für die Sichtbarkeit queerer Minderheiten. Ob durch grafische Buttons, dem Zine „Life Beyond the Binary“ zu nicht-binärer Diversität, oder gemalte Kunstwerke, ist es Quinns Anspruch, die eigenen Werte in deren künstlerische Arbeit einfließen zu lassen.

Saal Hinten

Die Kompetenz, sich von psychischen Belastungen und Verletzungen nicht unterkriegen zu lassen, wird fachsprachlich Resilienz genannt. Meist wird sie benötigt, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren oder traumatische Erlebnisse wie Unfälle erleiden. Für LSBTIQ* Personen können solche Stressoren jedoch auch durch Diskriminierung, Ablehnung, Angriffe oder Unterdrückung entstehen.
Solche Erfahrungen können zu Hoffnungslosigkeit und Ohnmachtsgefühlen führen. Der Workshop soll dazu beitragen, Resilienz besser zu verstehen und individuelle Ansätze zu finden, die eigene Widerstandsfähigkeit oder die meiner Klient*innen zu steigern. Die Teilnehmer*innen erhalten Arbeitsblätter, die sie für weitere Auseinandersetzung mit der Thematik verwenden können.

Es Referiert: Daniel Masch
Daniel Masch ist Leitung der Trans*Beratungsstelle Trans*LG in Lüneburg und verantwortlich für Koordination, Beratung und Gruppenleitung. Er führt überdies deutschlandweit Fortbildungen für Schulen, Bildungsträger und Unternehmen durch, um für Themen rund um geschlechtliche Identitäten zu sensibilisieren.

Raum 119

Das Thema Trans*geschlechtlichkeit begegnet uns zunehmend in den Medien und allen Lebensbereichen.

Aber was bedeutet eigentlich trans*geschlechtlich, trans*ident oder trans*gender. Wie definieren wir Geschlecht und was ist die sexuelle Orientierung.

Wie gehen wir in unserem Arbeitsalltag mit diesen Themen um, wie begegnen wir Menschen, die sich uns als trans*geschlechtlich „vorstellen“. Um eine persönliche, akzeptierende und unterstützende Haltung zu entwickeln, braucht es sowohl Wissen zu diesen Themen als auch eine selbstreflektierte Auseinandersetzung.

In einem zweistündigen Workshop bekommen Sie die Möglichkeit, sich zu informieren, zu orientieren, zu diskutieren und Fragen zu stellen.

Es referiert: Edith Ahmann
Heilpraktikerin, Gesprächs- und Traumatherapeutin, qualifizierte Beraterin für trans*geschlechtliche Menschen

Raum 120

Zur Mittagszeit genießen wir zusammen leckeres veganes Essen aus der Suppenhandlung und vernetzen uns.

Im Open Space könnt ihr euch entspannen und vernetzen. An Ständen von Trans*Fabel und Neutralgrau Zine Distro sowie einem allgemeinen Tisch mit Infomaterialien könnt ihr nach Herzenslust stöbern.

Saal vorne

Teil 1: Biographien, Diskurse, Figurationen bis 1935

– Kurze Pause –

Teil 2: Die Lebensrealitäten transgeschlechtlicher Menschen zwischen 1945 und 1980

Was haben erzählte Lebensgeschichten mit dem tatsächlich gelebten Leben zu tun? Dieser Frage widmet sich der Workshop anhand von erzählten und überlieferten Biographien aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen. Das Verhältnis kollektiver Identität zu Erlebnis, Erinnerung und Erzählung ist ein zentraler Punkt heutiger Selbstverständnisse, doch wo kamen diese eigentlich her? Emanzipatorische Bestrebungen und strukturelle Organisation in den Jahren 1945 bis 1980 stellen eine bedeutende Entwicklung in der BRD dar, doch was war eigentlich in den Jahrzehnten und Jahrhunderten davor?

Mit diesem Workshop sollen die einzelnen Lebensgeschichten gewürdigt und an den Mut und die Leistung der einzelnen Personen erinnert werden. Darüber hinaus werden Forschungsdesiderate und -perspektiven aufgezeigt und Ideen für die zukünftige Geschichtsforschung skizziert.

Es referiert: Niki Trauthwein
Wissenschaftiche Leitung, Lili Elbe Archiv

Saal Hinten

Damit sich die Situation von Trans*personen zum Besseren verändert, können wie nicht auf Veränderungen der Gesellschaft warten. Die Veränderung muss bei uns selbst, konkret bei unserem Selbstbild anfangen.

Viele Trans*personen empfinden ihre Transidentität eher als Belastung für ihr Leben.

Wir sind es gewöhnt uns selbst oder unsere Körper als falsch zu sehen, als änderungsbedürftig, damit wir gesellschaftlich akzeptiert werden können.

Im Rahmen des Workshops wollen wir gemeinsam einen Blick auf die andere Seite der Medaille werfen. Könnte es nicht sein, dass wir genau richtig sind?

Der Blick soll auf eine ressourcenorientierte Betrachtung der spezifischen Situation von Trans*personen gelenkt werden.

Ausgehend von Fragen wie beispielsweise:

  • Was habe ich durch mein Transsein gelernt?
  • Welche Erfahrungen habe ich dadurch machen können oder müssen?
  • Welche besonderen Kompetenzen sind mit dem Transsein verbunden?

wollen wir Wege zu einem positiveren Selbstbild und mehr Selbstbewusstsein erkunden.

Es referiert: Jula Böge
Als Transgender, die sich der dauerhaften Einordnung in ein Gender entzieht, setze ich mich seit längerer Zeit mit den Themen Selbstbild, gesellschaftliche Akzeptanz und Kommunikation auseinander.
Die Frage, wie man zu einem positiveren Selbstbild und letztlich zu einem glücklichen Leben als Transperson kommt, habe ich in Artikeln und Workshops behandelt.

Raum 119

In diesem Mini-Workshop wollen wir uns darüber austauschen, welche Herausforderungen es für trans* Personen gibt, die einen Kinderwunsch haben oder schon Eltern sind. Neben medizinischen und rechtlichen Hürden sind es ja oftmals die gesellschaftlichen Normen, die eine Elternschaft unter Umständen sehr schwierig machen. Neben einem kleinen Input zu diesen Themen soll es in dem Workshop vor allem darum gehen, Erfahrungen auszutauschen, über Umgangsstrategien zu reden und Ängste abzubauen.
Ein Empowerment-Workshop für alle trans* Personen, die schon Eltern sind oder mal werden wollen.

Workshopleitung: Rix Weber
Rix Weber, trans* Elter von zwei Kindern (7 und 9 J.) lebt in Göttingen, hat eine Master-Arbeit zu „Trans* und Elternschaft“ geschrieben und ist seit vielen Jahren in der geschlechtssensiblen Bildungsarbeit tätig. Rix ist queer-feministisch und trans*aktivistisch unterwegs, unter anderem als Teil des Kollektivs der Zeitschrift Queerulant_in.

Raum 120

Im Open Space könnt ihr euch entspannen und vernetzen. An Ständen von Trans*Fabel und Neutralgrau Zine Distro sowie einem allgemeinen Tisch mit Infomaterialien könnt ihr nach Herzenslust stöbern.

Saal vorne

In diesem Vortrag geht es um die Frage, was (veränderte) zweigeschlechtliche Normen mit Gewalt, Intersektionalität und Staatlichkeit zu tun haben. Im Gegensatz zu der Reduktion auf ‚transphobe Hassgewalt’ und deren nachträgliche Bekämpfung durch Hasskrimininalitätsgesetze wird ein erweitertes Gewaltverständnis im Kontext von Lebens- und Todespraktiken begründet: als normative und intersektionale Gewalt, die v.a. über Recht und Medizin institutionell verankert ist und ungleiche Lebenschancen für Trans* hervorbringt. In bestehenden Machtverhältnissen sind mehrfachdiskriminierte Trans* Menschen besonders stark gegenüber lebensbedrohlicher Gewalt und vorzeitigem Tod exponiert, insbesondere aufgrund von Armut, Rassismus und Migration. In diesem Zusammenhang wird auch kritisch auf Normen und Dominanzen von Trans* (Transnormativität)und den Ambivalenzen von mehr Sichtbarkeit und staatlicher Inklusion eingegangen.

Achtung: In dem Vortrag geht es um Gewalt, jedoch maßgeblich auf einer strukturellen Ebene. Auf Gewaltbeschreibungen auf zwischenmenschlicher Ebene wird verzichtet.

Es referiert: Tamás Jules Fütty

Dr. phil Tamás Jules Fütty ist Politikwissenschaftler (MA), promovierter Genderforscher und lehrt aktuell zu Gender, Sexualität, Diversität und Migration an der Universität Kiel. Er ist Wissenschaftler, Bildungsreferent, Aktivist und spoken word performer und arbeitet freiberuflich in der queer-feministischen und rassismuskritischen Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie zuvor bei der LSBTIQ* Beratungsstelle LesMigraS Berlin. Sein besonderes Interesse gilt der Verbindung von Wissenschaft, Aktivismus und kreativem Schreiben.

Saal Hinten

In diesem Workshop möchte ich mit Euch einen angenehmen Raum teilen, um über Hormone und OP‘s zu reden. Dabei kann zum Beispiel Fragen nachgegangen werden wie, welche OP-Technik ist für mich die richtige, welches Hormonpräparat passt zu meinem Leben.
Daneben können wir aber auch über einzelne Umgänge/Techniken/Methoden sprechen, wie man das Risiko von Nebenwirkungen und Komplikationen minimiert und was zu tun ist wenn es doch dazu kommt. Willkommen sind alle die den Wunsch haben selbst Hormone zu nehmen oder Operationen wünschen. Mein Fokus wird dabei auf Veränderungsbedürfnisse von Menschen im Spektrum von trans* Männlichkeit liegen.

Maximale Teilnehmendenzahl 15.

Workshopleitung: Leon Harun Witzel
Leon ist seit mehr als 8 Jahren Peer-Berater für trans* und gibt seit über 10 Jahren Workshops zu unterschiedlichen Themen. Testosteron substituiert er seit mehr als 10 Jahren und hat durch Selbsterfahrung umfangreiches Wissen über OP’s im Ausland. Immer wieder begleitet er Menschen im trans* Spektrum bei ihren Entscheidungen und Reisen rund um die Welt.

Raum 119

In diesem Vortrag mit anschließender Vernetzungs- und Austauschrunde möchte ich euch einen Einblick in das noch eher unbekannte und oft tabuisierte Thema Detransition bzw. zweite/weitere Transition geben. Dabei werdet ihr sowohl etwas von meinem eigenen Bezug dazu erfahren als auch grundlegende Informationen u.a. zu den folgenden Punkten erhalten:

  • Was genau bedeutet Detransition/weitere Transition?
  • Welche Motive gibt es, um diesen Weg zu gehen?
  • Wie steht es um die Gesundheitsversorgung?
  • Eventuelle rechtliche und/oder medizinische Schritte
  • Welche Schwierigkeiten kann es geben?
  • Reaktionen des sozialen Umfeldes
  • Dating und Partnerschaft
  • Integration der ersten Transition und Reflektion des konstruierten Geschlechtersystems
  • Umdeutung des veränderten Körpers
  • Detransitionierende Menschen als Teil der trans Community?
  • Vorurteile
  • Benutzung Betroffener durch Gruppen, um deren Ansicht zu rechtfertigen
  • Austausch mit anderen Betroffenen

Die Veranstaltung wird ca. 90 Minuten dauern, der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.

Es referiert: Artemis
Mein Name ist Artemis, ich bin eine nichtbinäre (de)trans Weiblichkeit, weiß, ablebodied und habe einen akademischen Hintergrund (Ich habe nicht gender studies studiert).

Raum 120

Den Samstagabend lassen wir gemeinsam entspannt im Elchkeller, Schneiderberg 50, 30167 Hannover ausklingen. Hier könnt ihr euch bei Getränken in lockerer Atmosphäre und Musik weiter austauschen und vernetzen. Der Ort ist Barrierearm und hat Geschlechtsbefreite WCs. 

Der Elchkeller ist ein politischer Raum im Untergeschoss eines “Verfügungsgebäudes” der Uni Hannover. In den 70er Jahren wurde er im Zuge von Protesten gegen Berufsverbote an der Universität besetzt. Auch wenn sich die Räume inzwischen verändert haben bleibt der Elch ein politischer Raum. Organisiert und verwaltet wird der Raum vom Elchkellerkollektiv. Einem Zusammenschluss von Leuten, die miteinander auf Augenhöhe den Betrieb organisieren – vom Café bis hin zur Jurte, mit der sie auch außerhalb des Kellers sind.  

Zum Elchkeller kommt ihr mit den U-Bahnlinien 4 (Richtung Garbsen) und 5 (Richtung Stöcken). Wenn ihr ab der Haltestelle “Steintor”, fahrt, langt ein Kurzstreckenticket. Steigt an der Haltestelle “Am Schneiderberg” aus. Biegt nach dem Überqueren der Straße in den Schneiderberg (die Straße direkt gegenüber) ein. Folgt der Straße knapp 100 m bis zum Verfügungsgebäude. Ab dort ist alles ausgeschildet. 

Sonntag, 29.03.2020

Vor Beginn der Veranstaltung finden die Anmeldung und die Eintragung für die Workshops des Tages statt.

Im Open Space könnt ihr euch entspannen und vernetzen. An Ständen von Trans*Fabel und Neutralgrau Zine Distro sowie einem allgemeinen Tisch mit Infomaterialien könnt ihr nach Herzenslust stöbern.

Saal vorne

Vortrag über die diversen Felder in die die Bedürfnisse von Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung hineinwirken. Es sollen Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt werden mit Ausblick auf sich abzeichnende Entwicklungen.

Achtung: Die Vortragende bittet um Nachsicht das keine genderneutrale Sprachregelung benutzt wird.

Es referiert: Julia Steenken
Als Vorstandsmitglied der dgti kümmert sich Frau Steenken um um rechtliche Grundsatzangelegenheiten im Bereich Personenstandsrecht.
Sie betreut bundesweit Ratsuchende im Bereich Versicherungen und Banken. Daneben berät sie in Oldenburg (Oldb) Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung ergänzend zu der Betreuung der dortigen Selbsthilfegruppe.

Saal Hinten

Wir werden eine neue Broschüre vorstellen, die trans* und nicht-binäre Menschen im Knast mit Rechtshilfe- und Alltagstips unterstützen soll. Wir möchten eine Auseinandersetzung zum Thema trans*/nicht-binär und Knast beginnen und trans*/nicht-binär spezifische Diskriminierung im Knast thematisieren. Vor allem wollen wir versuchen gefangene und
andere von Repression betroffene trans* und nicht-binäre Menschen untereinander aber auch mit denen zu vernetzen, die sich solidarisieren wollen. Lassen wir uns nicht teilen. Lassen wir uns nicht auf die Logik ein, dass es Menschen gibt die in den Knast gehören und auf die angebliche Selbstverständlichkeit, dass Knäste für Sicherheit sorgen! Kein Knast steht für
immer.

Achtung: Das Thema Knast ist ein sehr gewaltvolles Thema, das gilt für trans*Menschen natürlich nochmal verstärkt. Je nach Entwicklung des Gesprächs wird trans*Feindlichkeit und Gewalt mehr oder weniger explizit thematisiert.

Es referiert: Das trans*Ratgeber Kollektiv
Wir, das trans*Ratgeber Kollektiv, sind eine abolitionistische Gruppe welche sich aus ehrenamtlichen Einzelpersonen zusammensetzt die trans*Menschen im Knast unterstützen möchte.

Raum 119

Community ist ein gern genutzter Begriff, nicht nur aber auch unter marginalisierten Menschen. Er verspricht viel: Sicherheit, Gemeinsamkeit, (Ersatz-)Familie. Der Vortrag will den Community Begriff präzisieren: Was braucht es, um Community zu sein? Und er wird kritisch fragen, ob im Speziellen Trans*Communities diesen Ansprüchen genügen, was noch zu tun ist, damit sie ihnen genügen.

Es referiert: Tsepo Bollwinkel
Tsepo Bollwinkel, nicht binärer Mensch mit Transitionsgeschichte, male performing. Autor und Referent zu race und gender.

Raum 120

Zur Mittagszeit genießen wir zusammen leckeres veganes Essen aus der Suppenhandlung und vernetzen uns.

Eine Kooperation von