Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt*“ in Niedersachsen

Ob an der Nordseeküste oder im Harz: Lesben und Schwule leben überall in Niedersachsen – genauso wie trans*- oder und intergeschlechtliche Menschen. Zusammen bezeichnen sie sich selbst oft als LSBTI* oder „queer“. In den letzten 25 Jahren hat sich viel für die gesellschaftliche Anerkennung und die Rechte von LSBTI* getan. Trotzdem erfahren viele Menschen im Alltag immer auch noch Ablehnung. Dies führt oft zu fehlender Sichtbarkeit, was sich in der Rechtssituation und der fehlenden Berücksichtigung in den verschiedensten Kontexten niederschlägt. Das reicht von Themen der körperlichen und psychischen Gesundheit über Bildung, Arbeitswelt und (Wahl-)Familie bis zum Schutz vor Gewalt.

Die niedersächsischen Landesregierungen wollen insgesamt weitere Verbesserungen erreichen. Grundlage hierfür ist die von 2014 bis 2015 im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung erhobene Situation von LSBTI* in Niedersachsen und die daraus entwickelten Forderungen und Empfehlungen. 2016 wurden sie als Bericht veröffentlicht. Seit 2017 läuft die Umsetzung: die Förderung von Maßnahmen, die die Vielfalt der sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten berücksichtigen. Die Spannbreite der Maßnahmen reicht von Öffentlichkeitsarbeit über die Verbesserung der Beratungsmöglichkeiten bis hin zu Forschungsprojekten.

Umgesetzt werden die Maßnahmen überwiegend mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen (QNN) als Koordinierungsstelle und „Kooperationspartner“ der Landesregierung und Bindeglied zu den Institutionen, lokalen Vereinen, Selbsthilfegruppen und Projekten. Auch die Kommunen waren 2017/18 zu mehr Engagement für die Vielfalt der sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten aufgefordert und konnten Finanzbedarfe hierfür kurzfristig aus Landesmitteln anfordern, ehe sie sie dann in ihren Haushaltsplanungen und -entscheidungen berücksichtigen würden.

Das QNN | Queeres Netzwerk Niedersachsen ist Erstempfänger*in für die Landesmittel im LSBTI*-Bereich, leitet die Fördermittel an die Projektträger*innen im Land weiter und übernimmt große Teile der Koordination der Kampagne. Dies geschieht einerseits durch die Weiterleitung der Landesmittel für die in die Kampagne aufgenommenen Projekte, welche zuvor von antragstellenden Institutionen, Vereine oder Hochschulen (in der Regel beim QNN) eingereicht wurden. Das QNN hat hierbei oft auch eine beratende Funktion oder spricht geeignete Träger*innen an, an der Kampagne mitzuwirken und ein Projekt zu entwickeln. Wenn es für eine wichtige, landesweite Maßnahme keine geeignete Trägerschaft gibt, kann das QNN selbst Träger*in werden.

Kurzzsammenfassung der Kampagnenziel

Zentrales Anliegen der landesweiten Kampagne ist es, über die grundsätzliche Akzeptanzarbeit und die Förderung der Sichtbarkeit hinaus in fachliche Maßnahmen der 5 Themenfelder zu investieren und die Lebenssituation von LSBTI* insbesondere in jenen Bereichen zu verbessern, die zu Nachteilen bei Gesundheit, Teilhabe und Selbstbestimmung führen:

  • Arbeitswelt
  • Bildung
  • Gesundheit
  • Schutz vor Gewalt
  • (Wahl-)Familie

Das Themenfeld „Sichtbarkeit“ begann mit der Kommunikation der bedingungsfreien Akzeptanz durch die Landesregierung selbst. Dafür soll sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auch in der Fläche sichtbarer werden und hierfür steht als gemeinsames Zeichen das Logo der Kampagne:

Weiterführende Links

Infos zur Logo-Verwendung

Wenn Euer Projekt aus Landesmitteln gefördert wird und Teil der Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt*“ in Niedersachsen geworden ist, müsst Ihr das Kampagnen-Logo an einer passenden Stelle einsetzen.

Außerdem wird – wie bei allen Förderungen über das QNN – das QNN-Logo an einer passenden Stelle eingesetzt. Dies muss nicht im direkten Zusammenhang zum Kampagnen-Logo sein. Alternative Nennungen des QNN können mit den QNN-Geschäftsführenden individuell vereinbart werden, z.B. wenn es bei besonders kleinen Grafiken oder Druckerzeugnissen keine ausreichende Fläche hierfür gibt.

Außerdem muss der obligatorische Förderhinweis mit abgedruckt oder online mit angezeigt werden. Er lautet:

  • gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Abkürzungen sind sparsam verwendet möglich, z.B. „gef. aus Mitteln des Nieders. Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung“

Der Förderhinweis muss nicht direkt unterm dem Logo platziert werden, was sich aber bei Flyern oder Anzeigengrafiken anbietet. Bei mehrseitigen Publikationen ist der Hinweis im Impressum möglich. Bei Webseiten sollte er auf jeder Seite, z.B. im Footer oder in der Seitenleiste erscheinen. Ein Link zu www.q-nn.de/kampagne ist dabei für interessierte Menschen, die Eure Seite besuchen, ein sympathischer Service.

Wichtig ist, dass Ihr die Verwendung des QNN- und des Kampagnenlogos mit dem Förderhinweis vor Druckauftrag oder Online-Schaltung zur Freigabe im QNN einreicht. Denn das QNN haftet für die Verwendung der Landesmittel. Nutzt hierfür gern die zentrale Mail-Adresse kampagne@q-nn.de

Auf einen Blick

  1. Kampagnen-Logo
  2. QNN-Logo oder mit dem QNN abgesprochene Alternative
  3. Förderhinweis
  4. erst beim QNN prüfen und freigeben lassen, dann drucken / produzieren / online schalten

Downloads

Publikationen

Manual zu Förderhinweis und Logo-Einsatz

Koalitionsvereinbarungen 2017–2022

Quote2

Wir stehen für eine Politik, die sich gegen jede Form von Diskriminierung wendet. Jeder Form von Sexismus und sexistischer Gewalt treten wir entgegen.

Um Betroffene von Diskriminierung noch besser zu unterstützen, werden wir die Antidiskriminierungskompetenzen stärken. Insbesondere Diskriminierungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen lehnen wir ab. Die Förderung von Projekten in diesem Bereich wollen wir auf Maßnahmen gegen Diskriminierung und für den Gesundheitsschutz ausrichten.

Quote3

Koalitionsvereinbarungen 2013–2018

Quote2

Wir stehen für eine Politik, die sich gegen jede Form von Diskriminierung wendet. Jeder Form von Sexismus und sexistischer Gewalt treten wir entgegen.

Um Betroffene von Diskriminierung noch besser zu unterstützen, werden wir die Antidiskriminierungskompetenzen stärken. Insbesondere Diskriminierungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen lehnen wir ab. Die Förderung von Projekten in diesem Bereich wollen wir auf Maßnahmen gegen Diskriminierung und für den Gesundheitsschutz ausrichten.

Quote3