Goldmarie – der queere Preis für Fleiß

Goldmarie – der queere Preis für Fleiß

Goldmarie – der queere Preis für Fleiß

Goldmarie – der queere Preis für Fleiß

Gleichgeschlechtlich zu lieben, ist mit Herausforderungen verbunden. Da sind Austausch und Verständnis gefragt. Zum Glück gibt es in Niedersachsen verschiedene Treffpunkte und Anlaufstellen. Viele der Angebote – vom Stammtisch einer Jugendgruppe bis zu einem Zentrum für nichtheteronormative Lebensweisen – werden ehrenamtlich ins Leben gerufen und am Laufen gehalten.

Oft bleiben die Personen, die dahinter stecken, im Verborgenen. Wer jahrelang zum Regenbogenstammtisch in der Kleinstadt einlädt oder ehrenamtlich die Buchhaltung hinter einem CSD bewältigt, steht nicht unbedingt im Mittelpunkt.

Diese Menschen möchten wir jetzt ehren. Ihre Arbeit möchten wir würdigen – und andere Leute ermutigen, sich zu engagieren. Darum verleihen wir die Goldmarie.

Frau Holle belohnt die fleißige und uneigennützige Marie mit einem Goldregen. Wir bedanken uns mit einem Preis. Hier und heute bist du eingeladen, dafür einen fleißigen oder kreativen, freundlichen oder zuverlässigen Menschen vorzuschlagen in einer der drei Kategorien lesbisches, trans* oder schwules Engagement. Einsendeschluss ist der 15. August 2017: info [at] q-nn [punkt] de.

Die Goldmarie ist eine gemeinsame Initiative von SVeN und dem Queeren Netzwerk Niedersachen.

 

Das Märchen von der Goldmarie | kurz gefasst

Zu Hause musste die Stieftochter Marie alle Arbeit tun. Ihre Schwester, die leibliche Tochter, war faul. Eines Tages spann sich Marie die Finger blutig, wollte sie im Brunnen abwaschen und fiel dort hinein. Als Marie aufwachte, war sie auf einer schönen Wiese. Sie ging, bis sie an einen Backofen kam. Der bat sie, das Brot herauszuziehen, bevor es verbrennt. Marie holte das Brot heraus. Dann bat ein Apfelbaum sie, die reifen Äpfel abzuschütteln. Sie schüttelte alle Äpfel ab und ging weiter. An einem kleinen Haus sprach Frau Holle sie an. Wenn das Mädchen alle Arbeit gut bei ihr verrichtete und das Bett fleißig aufschüttelte, so dass es in der Welt schneit, werde es ihr gut ergehen. Marie willigte ein und hatte ein gutes Leben bei Frau Holle. Doch nach einiger Zeit hatte sie Sehnsucht nach ihrem Zuhause.

Frau Holle führte sie an ein großes Tor. Als das Mädchen darunter her ging, fiel ein gewaltiger Goldregen. Das Gold blieb an ihr hängen und war der Lohn, weil sie so fleißig gewesen war.

Zu Hause erzählte Goldmarie, was ihr widerfahren war. Nun ging ihre Schwester auf den selben Weg. Aber sie ging unverrichteter Dinge am Backofen und Apfelbaum vorbei. Bei Frau Holle war sie faul. Frau Holle sagte ihr bald den Dienst auf. Als das Mädchen unter dem Tor durchging, fiel Pech herunter. Es wollte, so lange sie lebte, nicht abgehen.“ nach den Gebrüdern Grimm


2016

Verleihung der Goldmarie 2016 am 15.07.2016 in Regie des VSE e.V. in Braunschweig
Geehrt wurden Ira Martens für die jahrelange Gestaltung der Materialien für den CSD Nordwest in Oldenburg. Claudia Keune erhielt den Preis für ihre ehrenamtliche Beratung trans*geschlechtlicher Menschen in Wolfsburg. Die dritte Goldmarie ging an Christopher Ehmke-Janssens für seine Arbeit als Kassenwart des VSE in Braunschweig-
Hier findet sich die Presseerklärung.

VSE-Vorstand Anton Umland und Oberbürgermeister Ulrich Markuth hiissen die Regenbogenfahne vor dem Braunschweiger Rathaus.

 

Björn Waldmann, Mitglied im Vorstand des VSE, begrüßt die Teilnehmenden im Roten Saal des Braunschweiger Schlosses. Mit mit den Brücken auf dem10 € Schein erinnert er an das Thema des Sommerloch-Festivals.

 

Birgit Sobiech, Mitglied im Vorstand des QNN, begrüßt die Teilnehmenden.

 

Ira Martens erhält die Goldmarie, von rechts nach links im Bild: Moderatorin Betty la Mingue, Laudator Frederick Schnittker, Ira Martens, Bürgermeisterin Harlfinger.

 

Daniela Thomä hält die Laudatio auf Claudia Keune .

 

Preisträgerin Claudia Keune (FB-Profilfoto)

 

In Stellvertretung für Claudia Keune nimmt Karin Winterstein den Preis entgegen.

 

Christopher Ehmke-Janssens erhält die Goldmarie, neben ihm Laudator Markus Manegold.

 

Für das künstlerische Rahmenprogramm sorgte das Duo Riverside Road mit Paul Köninger und Soeren Pietsch.

 

Im Publikum waren u.a. Andreas Paruszewski (Vorstand VSE), Birgit Sobiech (Vorstand QNN & VSE), Thomas Wilde (Geschäftsführung QNN) und Claas Merfurt (Ratsherr) in der zweiten Reihe sowie in der ersten Reihe Hans Hengelein (Niedersächsisches Sozialministerium), Klaus-Peter Bachmann (Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags), Armin Grasshoff (stellvertr. AWO-Kreisleiter Braunschweig), Dr. Christos Pantazis (Landtagsabgeordneter)

 

Sommerloch / CSD 2016

Bürgermeisterin Friederike Harlfinger im Gespräch mit Hans Hengelein, Referent LSBTTI und AIDS-Koordinator in Niedersächsischen Sozialministerium.

 

Für das leibliche Wohl sorgten u.a. Anton Umland, Mario Puchner, Anke Hagenbüchner und Christian Hoppe (Preisträger der Goldmarie 2014).

Bildquellen: hebel-foto.de

2015

Am 7.11.2015 wurde die Goldmarie in Regie des Vereins LAND LuST e.V. in Meppen verliehen.

Geehrt wurden in diesem Jahr drei Menschen: Johanna Kaul erhielt die Goldmarie für die jahrelange Betreuung der Abrechnung der LesBiSchwulen Kulturtage in Göttingen (Preisentgegennahme durch Dr. Kirsten Plötz). Dirk Hobbie wurde ausgezeichnet für die Gründung und über fünfzehnjährige Begleitung eines Treffpunkts für Schwule und Lesben im Ammerland. Vivien Sandt wurde geehrt für ihr zehnjähriges Engagement in einer Selbsthilfegruppe transgeschlechtlicher Menschen in Oldenburg.

Hier gibt es die Presseerklärung.

Freuen sich über diesen Goldmarie-Jahrgang, von links nach rechts: Vivien Sandt (Preisträgerin Bereich trans*), Hans Hengelein (Referent LSBTTI und AIDS-Koordinator in Niedersächsischen Sozialministerium), Dirk Hobbie (Preisträger Bereich schwul), Dr. Sigrid Kraujuttis (Sozialdezernentin Landkreis Emsland), Kim Ole Andersen (Vorstandsmitglied LAND LuST e.V.)

Johanna Kaul

Preisträgerin Johanna Kaul (Preisträgerin Bereich lesbisch)

Nach Auszeichnung, von links nach rechts: Dr. Sigrid Kraujuttis, Vivien Sandt, Andrea Fleßner (Vivien Sandts Laudatorin), Dirk Hobbie und Ines Plettenberg (Dirk Hobbies Laudatorin)

 

Bildquellen: LAND LuSt e.V.

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2014

Wir waren stolz, dass wir am 5. September 2014 auf Einladung von Sozialministerin Cornelia Rundt im Gästehaus der Landesregierung in Hannover zum ersten Mal die Goldmarie verleihen durften. Aus den Vorschlägen wählten die Jurys aus:

  • für ihr lesbisches Engagement abseits des Rampenlichts: Annie Heger, Oldenburg
  • für sein schwules Engagement, die Menschen und Gruppen zu verbinden: Christian Hoppe, Braunschweig
Christian Hoppe, Sozialministerin Cornelia Rundt, Annie Heger

Foto: via Facebook/Cornelia Rundt