Über uns

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Vom SFN zum QNN

In Niedersachsen gab es bereits seit 1992 das Schwule Forum Niedersachsen e.V. (SFN). Nachdem die Landesregierung 2013 beschlossen hatte, neben den schwulen Projekten auch explizit die lesbischen, trans*- und intersexuellen Interessen zu fördern, wurde Ende 2013 aus dem SFN das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN). Geschäftsführer wurde Thomas Wilde, der aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung aus dem SFN die Vergabe der Fördermittel übernommen hat. Das Netzwerk LiN gründete sich unter dem Dach des QNN e.V. Seit April 2017 haben wir mit Friederike Wenner neben Thomas Wilde erstmals eine lesbische Geschäftsführerin im QNN.

Später werden wir einmal sagen: Wir waren von Anfang an dabei! Die LiN-Geschichte.

LiN – Lesbisch* in Niedersachsen entstand im direkten Anschluss an die Weiterentwicklung des Schwulen Forums zum Queeren Netzwerk, die im Dezember 2013 auf den Weg gebracht wurde. Im Sommer 2014 traf sich eine engagierte, konstruktive Gruppe in der Akademie Waldschlösschen und entwickelte die ersten Themen, Prioritäten und Ideen für die dauerhafte, vernetzte und landesweite Zusammenarbeit. Auch der gemeinsame Netzwerkname LiN – Lesbisch* in Niedersachsen wurde hier verhandelt und beschlossen.

Die LiNettes der ersten Stunde, die das auf den Weg gebracht haben, waren die seit 12/2013 amtierenden drei QNN-Vorstandsfrauen für LiN, Birgit Sobiech aus Braunschweig und Jana Thiessen und Juliane Steeger aus Hannover. Mit Kirsten Plötz als Honorarkraft für die vielen damit verbunden organisatorischen Aufgaben und den Auf- und Ausbau des Netzwerks hatte LiN ab 2014 eine erste Hauptamtliche.

Es folgten 2014/2015 dezentrale Arbeitstage in verschiedenen Regionen Niedersachsens. Die LiNettes – also die sich aktiv einbringenden lesbischen, bisexuellen und queeren Frauen* – suchten Wege, unterschiedliche Standpunkte gemeinsam zu vertreten. Schnell wurde (Un-)Sichtbarkeit ein zentrales Thema.

Im Vorfeld der 2016 vom Landtag auf den Weg gebrachten Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen“ wurden ebenfalls 2014/15 lesbische, bisexuelle und queere Frauen* nach ihren Interessenslagen und Diskriminierungserfahrungen befragt. Den Auftrag vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hierfür erhielt Kirsten Plötz, eine hilfreiche Synergie. An „Zukunftstischen“ wurden die in der vorherigen Befragung gewonnenen Ergebnisse diskutiert und Zielvisionen entwickelt. Auf unserer QNN-Webseite zur Kampagne findet Ihr mehr Informationen und den Abschlussbericht, der 2016 veröffentlicht wurde.

Ende 2015 widmete sich Kirsten Plötz, wieder ihrer Tätigkeit als Historikerin und LiN stand vor der Herausforderung, die Stelle neu und gut zu besetzen. Da sich in der Zwischenzeit herausgestellt hatte, dass es für eine Person nahezu unmöglich war, ganz Niedersachsens abzudecken, entstand die Idee, die Arbeit aufzuteilen: Ab Mitte April 2016 übernahm Kerstin Runde aus Osnabrück die Aufgabe der Vernetzungsarbeit. Das Highlight ihrer Arbeit war das dreitägige erste LiN-Sommerfest im Waldschlösschen. Im Mai 2016 stieß auch Meike Holitzner aus Cloppenburg zum LiN-Team, um den Teil der landesweiten Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. Auf Facebook baute sie das virtuelle Netzwerk auf und aus: folgt uns auf der LiN-Facebookpage oder kommt ins Gespräch und bleibt up to date in der (geschlossenen) Facebookgruppe von LiN.

Aus organisatorischen Gründen gab Kerstin ihre Aufgabe zum November 2016 ab. Für 2017 übernahm Meike die Planung und Durchführung des LiN-SommerFests, dieses Mal in Altenbücken vom 4.-6. August.

Derweil waren die LiN-Vorstandsfrauen im Hintergrund rührig und brachten im Rahmen der Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen“ die lesbische Interessenvertretung für Niedersachsen auf den Weg. Mit Friederike Wenner engagierten sie erstmals eine zweite, gleichberechtigte Geschäftsführerin im QNN, die seit April 2017 aktiv ist. Außerdem vertraten sie im Rahmen der QNN-Strukturentwicklung in der AG lebhaft und engagiert die lesbischen* Bedarfe im Land und brachten wichtiges Wissen über die Unterschiede zwischen schwul, schwul-lesbisch, lesbischen und LSBTI*-geprägten Strukturen und Herangehensweisen ein.

Im September 2017 startete das Modellprojekt „MOSAIK Gesundheit – ein Projekt für lesbische, bisexuelle und queere Frauen* in Niedersachsen“. Das Projekt ist Teil der Kampagne „Für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt* in Niedersachsen“. Damit setzt LiN eins der zentralen Themen um, das bei der Erhebung 2014/15 als große Lücke festgestellt wurde. Eine Lücke, die (mindestens) bundesweit vorhanden ist.

Die QNN-Strukturentwicklung brachte auch eine vollständig neue, erweiterte Vorstands-Zusammensetzung mit sich. Ab 2018 gibt es im QNN-Vorstand nur noch 1 Posten für die vier Zielgruppen-Netzwerke (lesbisch, trans*, inter, schwul). Dafür gibt es aber auch eine weitere frauen*liebende Frau* in geschäftsführender Vorstandsverantwortung, wo Personen ebenfalls aus den vier (weit gefassten) Zielgruppen gemeinsame Selbstvertretung in die Hand nehmen. Für LiN war dies auch Anlass und Signal für den Generationenwechsel und die Weiterentwicklung der eigenen Netzwerkkultur. Bei der LiN-Zukunftskonferenz am 15. Januar stellten die scheidenden Vorstandsfrauen und Geschäftsführerin Friederike Wenner den LiN-DenkRaum vor, als eine dauerhafte, offene Gruppe zur politischen, kulturellen, ideengebenden Diskussion.

Bei der LiN-Zukunftskonferenz bestimmten die Anwesenden außerdem Melanie Sapendowski aus Braunschweig für die Kandidatur auf den LiN-Posten im QNN-Vorstand 2018-2020. Alles Gute für die anstehende Wahl und die Fortführung der guten Arbeit der ersten drei LiN-Vorstandsfrauen. Danke, Ihr habt viel geleistet in den ersten vier Jahren und übergebt ein lebendiges, stabiles, zukunftsgerichtetes Netzwerk.


Die aktuellen LiN-Frauen im Steckbrief

Friederike Wenner - Portrait

Friederike Wenner
aus Bremen, war 10 Jahre engagiert beim CSD Braunschweig und (u.a.) Pressesprecherin beim Dachverband CSD Nord, veröffentlichte mit Meike Watzlawik 2002 ein Coming-out-Buch. Seit 04/2017 Geschäftsführerin im QNN und dort Verantwortliche für LiN.

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Jessica Lach
aus Hannover, ist hauptberuflich für LiN – Lesbisch* in Niedersachsen tätig und koordiniert das Projekt „MOSAIK Gesundheit – ein Projekt für lesbische, bisexuelle und queere Frauen* in Niedersachsen“.

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Melanie Sapendowski
aus Braunschweig, Hauptamtlich tätig im VSE e.V. (Onkel Emma, Sommerlochfestival / CSD, Warmer Winter u.v.m.) – als Sprecherin für LiN im QNN-Vorstand 2018-2020 | vorstand.q-nn.de