Der QNN-Fonds und die VNB-Erwachsenenbildung

Der QNN-Fonds und die VNB-Erwachsenenbildung

Der QNN-Fonds und die VNB-Erwachsenenbildung

Bei den “ver­eins­frei­en Projekten” taucht seit 2018 ein neu­er Begriff auf: der QNN-Fonds. Eigentlich ist das kei­ne neue Erfindung. Die Vorgeschichte liegt in der lang­jäh­ri­gen Kooperation mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB).


Hintergrund: die VNB-Arbeitskreise für LSBTI*

Schon seit den 1990er-Jahren sind wir im QNN Kooperationspartner*in des VNB bei der Durchführung von soge­nann­ten „Arbeitskreisen“. Das sind vor Ort selbst­or­ga­ni­sier­te Bildungsangebote für LSBTI* in der päd­ago­gi­schen Verantwortung des VNB. Der VNB führt dies im Rahmen sei­ner umfang­rei­chen Erwachsenenbildung durch. Für die LSBTI*-Arbeitskreise erhal­ten wir vom VNB pro Arbeitskreis eine finan­zi­el­le Vergütung. Diese lei­ten wir zum grö­ße­ren Teil an die Menschen wei­ter, die die Arbeitskreise durch­füh­ren. Einen klei­ne­ren Teil der Vergütung behält das QNN ein, um damit sei­ne Verwaltungskosten zu beglei­chen.

Bei der Auszahlung der Arbeitskreismittel an die Arbeitskreisleitenden hat sich das QNN von Anfang dafür ent­schie­den, ver­ein­fach­te Pauschalen gut­zu­schrei­ben und auf Wunsch

  • direkt aus­zu­zah­len – vor Ort kann das Geld je nach Bedarf z.B. für die Anmietung eines Raumes oder Öffentlichkeitsarbeit für die Bewerbung der Treffen ver­wen­det wer­den.
  • treu­hän­de­risch zu ver­wal­ten – vor allem von grup­pen­lei­ten­den Personen ohne Vereinsanschluss, die die­se Mittel oft als Eigenmittel für ver­eins­freie Projekte im Rahmen der Landesmittel-Förderung LSBTIQ* ein­set­zen. Dies ist inso­fern prak­tisch, als dass das QNN bei­de Weitergaben von Fördergeldern koor­di­niert und ver­ant­wor­tet und die Arbeitskreise in ihre wei­te­ren Aktivitäten als Gruppe so ihre Förderung „ver­dop­peln“ kön­nen, solan­ge sie die Arbeitskreismittel nicht für die Raummiete ein­set­zen müssen/wollen.


Wie kam es zum QNN-Fonds?

Die Summe der über den VNB ans QNN über­tra­ge­nen Mittel ist immer ziem­lich unge­ra­de und abhän­gig von z.B. den Wochentagen des Arbeitskreistreffens und der Ausfallhäufigkeit durch Ferien und Feiertage. Eine Rolle spielt aber auch, in wel­cher Höhe im Haushalt des Landes Mittel für die Erwachsenenbildung vor­ge­se­hen sind und wel­chen Anteil davon der VNB erhält für sei­ne Bildungsarbeit.

Das QNN berück­sich­tigt bei der ver­ein­fach­ten Pauschal-Zuordnung allein die Häufigkeit der Treffen (wöchent­lich oder 14-tägig). So kommt ein wöchent­lich im Jahr zusam­men­kom­men­der Arbeitskreis auf 500 € Zuschuss zu sei­nen Material- und ggf. Raumkosten – bei durch­schnitt­lich 40–45 durch­ge­führ­ten Terminen im Jahr sind das 11,11 € bis 12,50 € pro Treffen. 14-tägig arbei­ten­de Bildungsgruppen bekom­men pau­schal 250 € gut­ge­schrie­ben.

Der „krum­me Überhang“ über die Pauschale hin­aus wird vom QNN für zwei Dinge ver­wen­det:

  • Als die oben genann­te Pauschale für unse­re Verwaltung der Mittel – z. Zt. 4.000 € im Jahr von rund 50–55.000 €
  • Als Zugang in den QNN-Fonds, den es auch schon immer gab, bis Ende 2017 als rela­tiv unsicht­ba­rer „Projektetopf“, der allein aus sol­chen VNB-„Überhängen“ gespeist wur­de.


Wie funk­tio­niert der QNN-Fonds und was ist neu ab 2018?

Im Rahmen der Strukturentwicklung in QNN und Community ist es nun mög­lich, die ver­eins­frei­en Gruppen & Aktiven mit bes­se­ren Informationen und bera­ten­der Begleitung durch unser QNN-Team zu unter­stüt­zen.

Aus dem „inter­nen Projektetopf“ wird der QNN-Fonds.

In den QNN-Fonds ein­zah­len kön­nen ab sofort auch QNN-Mitglieder, spen­den­wil­li­ge Personen oder Vereine und Institutionen und auch das QNN aus wei­te­ren nicht-zweck­ge­bun­de­nen Eigenmitteln auf der Grundlage sei­ner Vorstandsentscheidungen.

Wir im QNN tren­nen dar­aus fol­gend in unse­rer Konten- und Kassenführung zukünf­tig zwi­schen

  • treu­hän­de­risch ver­wahr­ten Arbeitskreismitteln
  • dem QNN-Fonds
  • und sei­nen Eigenmitteln (Kassenführung)
  • Separat kon­tiert wer­den auch die Landesmittel aus der LSBTI*-Förderung im Rahmen der Förderrichtlinie und in Zusammenarbeit mit Sozialministerium, Landesamt für Soziales und Landesrechnungshof.

Ab 2018 berich­ten wir ent­spre­chend z.B. auf unse­ren Mitgliederversammlungen.